Traumata

entstehen in lebensgefährlichen Situationen,

  • denen das Opfer hilflos ausgeliefert ist
  • wenn Angst nicht mehr durch planvolles Handeln abgebaut werden kann und
  • weder Flucht noch Widerstand möglich sind.

Ein Schiffsuntergang, eine Flutwelle, Folter, bestimmte Kriegserlebnisse, Vergewaltigung und häusliche Gewalt sind solche Situationen der Ohnmacht.

Bei Gefahr versetzt ein Adrenalinschub den Körper in Alarm, sammelt Kräfte für außergewöhnliche Belastungen: für Kampf oder Flucht. In der traumatisierenden Situation aber kann er sie nicht in Handlung umsetzen. Die Folge davon zeigt sich noch jahrelang als Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Gewalt gegen Frauen verursacht PTBS

Ein Vergewaltiger demonstriert dem Opfer, wie leicht sich dessen Selbstvertrauen und Würde brechen lässt; er terrorisiert und erniedrigt es bis zur völligen Hilflosigkeit: ein bewusst zugefügtes Trauma.

Bei häuslicher Gewalt spielt sich dasselbe ab, nur dass dort der Täter kein Fremder, sondern der (einst) Geliebte ist und der Überfall in den eigenen vier Wänden erfolgt. Hinzu kommt, dass das Opfer jederzeit mit weiteren Attacken rechnen muss - und das über Jahre. Das Resultat: chronische PTBS.

Andauernde Traumatisierung

Typische Betroffen sind Geiseln, Kriegsgefangene, Überlebende von Konzentrationslagern oder Aussteiger aus religiösen Sekten, sowie Opfer häuslicher Gewalt oder sexuellen Missbrauchs durch Familienangehörige oder organisierte Banden.

Frauen, die mit dem Versprechen auf eine Stelle als "Model" oder "Bedienung" in den Westen gelockt wurden, werden solange systematisch traumatisiert, bis sie als Zwangsprostituierte funktionieren.

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